Prolog

Vor fast einem Jahr, im Rahmen der Neujahrsvorsätze, mir 2025 was richtig Gutes zu tun, habe ich einen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung gestellt, ich möchte bitte eine Präventionskur bewilligt bekommen. Der nächstmögliche freie Termin in meiner Wunschklinik Thermalbad Wiesenbad war im Dezember. Schön, zur Vorweihnachtszeit im Erzgebirge! Aber bis dahin habe ich vielleicht schon wieder vergessen, was mein Problem war. Oder vielleicht mittlerweile Bedarf nach Delfintherapie und Frührente. Naja, wie auch immer. Die Vorfreude steigt. Da ich ganz alleine fahre, ist der Bericht abweichend vom üblichen Stil unserer Reisetagebücher in der Ich-Form verfasst.

Anreisetag – Sonntag

Mit dem Zug könnte man stündlich von Burgstädt nach Wiesenbad fahren. Jeder dritte Zug fällt aber planmäßig aus, und heute zusätzlich jeder zweite außerplanmäßig. So die Feststellung um 8.00 Uhr zum Frühstück beim Check der Bahn-App, ob denn der Zug 11.13 Uhr realistisch wäre. Es nützt alles nichts, das Ticket ist eh schon gekauft: 9.13 Uhr oder nie! Zum Glück ist der Koffer schon gepackt. Bei der Verabschiedung der Mutter am Bahnhof gibt es Tränen. Aber natürlich nur mütterlicherseits, das Kind freut sich auf eine ganze Woche nur mit dem Papa, und dieser weiß noch nicht, was auf ihn zukommt. Eine in Burgstädt miteinsteigende Frau bricht unbeteiligterweise ebenso in Tränen aus und ist bis Chemnitz nur schwer zu beruhigen. Hoffentlich wird jetzt nicht der ganze Kuraufenthalt wie der Start.

Schon während der Fahrt durch das winterliche Erzgebirge mit schönen Gebirgspanoramen (okay, wenn die Zugfenster geputzt wären…) stellt sich jedoch die benötigte Entspannung ein. Der Bahnhof Thermalbad Wiesenbad liegt direkt im Kurzentrum, die Schienen teilen quasi Kurpark vom Haupthaus. Bis ich angemeldet und eingecheckt bin, überall meine Einweisung erhalten habe und das Zimmer eingeräumt habe, ist es um 12. Mittagessen könnte man für 10 Euro bekommen, aber es gibt nur Nudeln – das ist es mir nicht wert. Ich ziehe mich lieber wieder an und bin fast 1,5 Stunden lang unterwegs, bis ich das ganze Gelände erkundet habe. Sicherlich ist der Kurpark im Sommer malerischer, aber auch die neblige Winterlandschaft hat was für sich. Anschließend verschaffe ich mir einen Überblick über mein Kursprogramm und alles was man noch zusätzlich dazubuchen kann.

Dabei finde ich heraus, dass ich auch heute schon kostenlos in die Therme darf, obwohl mein Behandlungsplan erst morgen beginnt. Jeden Tag darf man zusätzlich zum Programm 1 Stunde selbständig in der Freizeit baden. Die nette Frau am Kurmittelschalter mag mich, und lässt mich heute sogar so lange baden wie ich möchte. Es ist der Wahnsinn. Schon im Kurpark dachte ich, ich bin im Märchen, das ganze Gelände ist wie ein Schloss angelegt, und jetzt liege ich fast alleine im Außenbecken der Therme auf der Sprudelliege, während die Sonne untergeht, atme die kühle frische Luft ein und habe außer 17.15 Uhr zum Abendessen (ich darf in die erste Essensrate, weil ich so zeitig angereist bin) heute keine Termine mehr! Auf dem Rückweg entdecke ich, dass es einen Durchgang direkt von meinem Zimmer bis zur Therme gibt, das heißt morgen kann ich dann nur im Bademantel rüber. Mit Karolina wird kurz videotelefoniert, sie ist begeistert, dass ich sogar zwei Schwibbögen im Zimmer habe. War mir noch gar nicht aufgefallen im Hellen.

Nach dem zweckmäßigen Krankenhaus-Abendessen ganz alleine am Tisch kickt dann doch das Heimweh wieder, aber schließlich lässt sich der Abend bei Tee und einem Roman ganz gut über die Bühne bringen, und endet, noch bevor die Schwibbögen dank Zeitschaltuhr wieder ausgehen.

1. Therapietag

Heute halte ich mich an die vorgegebenen Essenszeiten, denn das Programm geht erst um 9.30 Uhr los, also kein Grund, zeitiger als um 8.00 am Tisch zu sitzen. Vorher noch duschen, vorsichtshalber: Keine Ahnung, was bei der ärztlichen Aufnahmeuntersuchung alles gemacht wird, aber zum nächsten Tagesordnungspunkt, der Körperstrukturanalyse, muss ich mir auf jeden Fall die Socken ausziehen, das weiß ich schon.

8.45 Uhr wieder am Zimmer angekommen hängt ein geänderter Therapieplan an der Tür. Mein behandelnder Arzt ist krank (hehe!) und die Vertretung will mich schon um 9.00 Uhr statt 9.30 Uhr sehen. Am anderen Ende des Geländes und mit allen Unterlagen. Dachte, der sportliche Teil geht erst später los…

Aber ich bin pünktlich und mir wird nur bestätigt, was ich schon weiß: Ich bin gesund genug, alle Übungen hier mitzunehmen. Positive Überraschung dann bei der Körperstrukturanalyse: Ich bin bei Normalgewicht im Muskelaufbau befindlich und habe bereits mehr Muskelmasse als andere Frauen mit meiner Körpergröße und Gewicht und auch mein Fettanteil ist zurückgegangen, seit ich die letzte Analyse vor 1,5 Jahren gemacht habe.

Das motiviert doch direkt für die Runde Rückenfit, mit der es nach dem ersten Gesundheitsvortrag in den (offiziellen) sportlichen Teil des Tages übergeht! 12.30 gibt es das am Vortag bestellte Mittag im Restaurant an den Platz geliefert (Gefüllte Zucchini) und dann wartet schon der Physiotherapeut mit Outdoortraining. Meine Tischnachbarin Diana hat keine Turnschuhe mit, und ich keine gefütterte Outdoortrainingsjacke (ich besitze gar keine – bei 4 Grad komme ich üblicherweise eher selten auf die Idee, draußen Sport machen zu wollen). Aber alle anderen Teilnehmenden kommen zum Glück auch nur in Alltagskleidung, da blamieren wir uns wenigstens gemeinsam.

Auch diese halbe Stunde Training vergeht wieder wie im Flug und auf dem Rückweg wandern Diana und ich noch zum Bismarckturm, und ich alleine dann nochmal durch den Kurpark, wie gestern. Die 10.000 Schritte wollen voll werden. 16.30 treffen wir uns dann in der Therme, bei “Nacht” liegt es sich viel schöner draußen im Sprudelbecken und unterm Solarium.

Nach dem Schwimmen habe ich den mittlerweile vierten neuen Therapieplan. Ich denke, ich kann dann aufhören, irgendetwas selbständig zu planen, und mich auch bald von den fakultativen Angeboten, die ich noch wahrnehmen wollte, wieder verabschieden, wenn das so weiter geht. Da aber zumindest mein Date zur Blutentnahme morgen ab 6.30 Uhr noch steht, gilt es auch heute wieder, lieber zeitiger einzuschlafen. Das Wiesenbader Nachtleben (heute: Makramee im Paracelsushaus) muss also leider auch heute wieder auf mich verzichten.

2. Therapietag

Eins stand schon bei der Lektüre des Therapieplans fest: Der zweite Tag lässt sich nicht lumpen in Sachen Vielfältigkeit, aber ist auch so gut durchstrukturiert, dass ich erst 15.30 Uhr eine wirkliche Pause habe. Von vorn: 6.30 Uhr gleich als erste zum Blutziehen zu gehen – diese Idee hatten alle gleichzeitig. Anstehen bis 7.00 Uhr. Ich hatte mir zum Glück schon alle Outfits, Zubehör und Unterlagen bereit gelegt, die ich für die Termine heute nacheinander brauche, sodass ich nach einem Mini-Frühstück (aufgehobene Banane von gestern Mittag) trotzdem 7.30 Uhr pünktlich zum Aquagym ins Becken plumpse und das Pflaster noch über die Brüstung in den Müll schmeißen kann.

Die anderen scheinen noch gar nicht selbständig in der Therme gewesen zu sein, denn es herrschte große Verwirrung, wo es dort lang geht. Ich konnte die Damen gerade noch davon abbringen, wie ich aus Versehen am ersten Tag (aber das würde ich natürlich nie zugeben, dass mir das passiert ist), in die Herrendusche einzubiegen.

8.15 Uhr sitze ich am Frühstückstisch und habe schon meine Unterlagen für das Seminar um 9.15 Uhr einstecken, damit ich wenigstens das zweite Frühstück richtig genießen kann. Heute lernen wir die Möglichkeiten kennen, wie wir die zweite Trainingsphase, die kommende Woche von zu Hause aus losgehen soll, gestalten können. Die nächsten 24 Wochen bis wir uns zur Auffrischungsphase wieder hier treffen, trainieren wir entweder in einem teilnehmenden Fitnessstudio in unserer Nähe, oder per App. Dass wir in dem Zeitraum etwas machen sollen, und uns darum möglichst schon gekümmert haben müssen, ist für reichlich die Hälfte der Teilnehmenden anscheinend etwas komplett Unbekanntes, obwohl es überall steht. Es gibt ganz viele dumme Fragen – viel mehr als ich mir hätte ausdenken können. Entsprechend lange sitzen wir, und kommen fast zu spät zum Zirkeltraining.

Dafür ist aber zum Glück eine anderthalbe Stunde, also genau bis zum Mittag, eingeplant. Es ist richtig anstrengend und auch sehr interessant, da hier alle Fitnessgeräte brandneu sind. Überall Monitore und kaum mehr Gewichte, alles hydraulisch gesteuert.

Es gibt zum Mittag Königsberger Klopse. Genau zwei Stück pro Person. Bisher bin ich noch nie satt geworden. Nach wie vor frage ich mich, wie hier 10 Euro pro Mittagessen gerechtfertigt sind, aber ich muss es ja nicht selbst bezahlen und es schmeckt wenigstens sehr gut.

Mit halbvollem Magen folgt dann der letzte offizielle Tagesordnungspunkt in der Kurparkhalle auf der anderen Seite der Bahnschienen: Workshop Gesunde Ernährung. Es gibt viel Wissenswertes (sogar wirklich Neues!), ein Quiz und dann wird noch selbst ein Snack hergestellt. Es gibt Knäckebrot mit Aufstrichen und einen Joghurt mit Obst und Minze. Aufgrund des Aufwands (zB. rohe rote Bete klein reiben,…) ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich das alles zu Hause eigenhändig nachkochen werde, gleich null, aber ich habe einiges schon in der Cookidoo-App vom Thermomix gefunden.

Nach dem mittlerweile schon obligatorischen Spaziergang durch den Kurpark und durch die Läden bin ich heute wieder völlig platt. Auf dem Zimmer werden bis zum Abendessen erstmal alle Unterlagen sortiert, und der persönliche Zugang zur Gesundheits-App, die mich ab kommenden Montag für 6 Monate mit der Klinik verbindet, aktiviert. Gefällt mir richtig gut. Es gibt dort online eine riesen Palette Angebote von Sport bis Entspannung, und ich muss pro Woche nur ein Angebot wahrnehmen und in der App abhaken, und habe schon das Ziel erfüllt. Die Synchronisation mit meiner SmartWatch funktioniert zudem noch automatisch, sodass auch darüber hinaus mein Sport erfasst wird und ich als „Ferndiagnose“ über die App direkt Feedback von den Physiotherapeuten aus der Klinik dazu bekommen kann. Mag nach Überwachung klingen, aber für mich ist es perfekt. Ich brauche das, damit ich überhaupt was zusätzlich mache.

Meine Tischnachbarin Diana ist zum Annaberger Weihnachtsmarkt gefahren und fehlt beim Abendessen – und in der Therme, aber da bin ich heute selbst nicht nochmal individuell. Stattdessen ist ein ausgiebiges Telefonat mit Karolina dran, sonst verpasse ich doch alles, was zu Hause im Adventskalender war.

3. Therapietag

Apropos Adventskalender: Hier gibt es auch einen! Aus dem Adventsschrank vor dem Speisesaal kann sich jeder Patient des Hauses täglich eine kleine Überraschung herausnehmen. Aber auch heute gibt es keinen Preis ohne Fleiß: 7.00 Uhr treffen sich erstmal alle (die noch motiviert dabei sind) zur Morgengymnastik mit Atemübungen im Freien. Selbst wenn ich eine Outdoortrainingsjacke besitzen würde: Ich würde bei -2 Grad trotzdem im Anorak mit Pelzkragen kommen. Leider entfällt auch die Atemübung, da es laut Physiotherapeutin zu kalt ist um draußen mit offenem Mund zu atmen (??) und wir machen nur Sport im Dunkeln. Das bekommt mir auf leerem Magen gar nicht.

Danach geht es erst zum Frühstück, mir ist schlecht. Im Adventskalender ist heute eine Portion Krümelkaffee mit Spekulatiusgeschmack. Die hebe ich mir für morgen auf. Nach dem Essen mache ich zum ersten Mal in meinem Leben Qi Gong. Hatte den “Sport” immer vorurteilsbehaftet als sinnloses „Luftverschieben für Spirituelle“ im Kopf und lerne aber heute eine Entspannungstechnik kennen, die sich gewaschen hat! Ich lasse mich voll drauf ein, und nach einer halben Stunde in der aufgehenden Sonne auf dem Klinikdach (im Sommer wird das mal die Sonnenterrasse mit Liegen…) vergesse ich komplett Zeit und Raum. So geerdet und tiefenentspannt war ich wahrscheinlich noch nie in meinem Leben. Klar, bescheuert sahen wir alle dabei aus, ich würde es zu Hause nicht draußen mitten im Wohngebiet machen (da kommt dann vielleicht wieder Herr Schulze von gegenüber mit dem Knüppel, um die Unregelmäßigkeiten in der Nachbarschaft zu kontrollieren). Aber im Arbeitszimmer (bei heruntergelassenen Jalousien!) kann ich mir durchaus vorstellen, mit der App einmal die Woche das Chi durch die Gegend zu heben und die Taube zu machen.

Nach einer Stunde Pause ist heute meine VNS-Analyse dran. Mit einem Bauchgurt und Entspannungsübungen wird gemessen, wie schnell mein vegetatives Nervensystem nach Stress herunterfahren kann. Hier ist zum Glück alles in Ordnung. Mich würde ja mal interessieren, wie der Wert wäre, wenn ich von Arbeit komme, aber dazu gibt es leider keine Gelegenheit. Das Vormittagsseminar zur Ergonomie im Alltag und am Schreibtisch bringt mir gar keine neuen Erkenntnisse, was aber gut ist, weil das bedeutet, dass mein Arbeitgeber mit verstellbaren Schreibtisch und persönlich angepassten Stühlen schon sehr gut dabei ist.

Wer an Nordic Walking Freude hat, für den ist das Nachmittagsprogramm was Feines. 3 km durch den Wald. Eine wunderschöne Route an der Zschopau. An meinem Verhältnis zu Nordic Walking hat sich aber seit dem ersten Mal als ich es vor 2 Jahren ausprobiert hatte rein gar nichts verändert. Ich hasse diese scheußlichen Stöcke einfach, ständig komme ich aus dem Takt, Hacke irgendwen oder stolpere. Der Entspannungseffekt vom Vormittag ist hinüber. Aber ich habe es mal ausprobiert. Man muss ja auch paar Sachen kennen lernen, die man zu Hause NICHT umsetzen möchte.

Ein anderthalbstündiges Seminar über Stress schließt den offiziellen Teil des Tages ab, die Köpfe rauchen. Nun aber schnell ab in die Therme, den eingeübten Ablauf mit Schwimmen, Sprudeln und Solarium ab”arbeiten”, bevor nach dem Abendessen ein fakultativer Kulturbeitrag folgt, auf den ich mich schon seit vor der Kur gefreut hatte: Eine Stunde Lachyoga!

Es war unglaublich. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir alle Bauchschmerzen und haben einfach nur geheult vor Lachen. Aber ich will da gar nicht so viel Spoilern, vielleicht will es ja noch jemand Mitlesendes ausprobieren. Man muss es am besten einfach gemacht haben, bevor man erfährt, was genau es ist, damit man sich gut drauf einlassen kann.

4. Therapietag

Der Frühsport findet heute an den Geräten im Fitnessstudio statt. Immerhin nicht kalt und dunkel, aber trotzdem erst um 7 und vor dem Frühstück. Auch kein Konzept für zu Hause…aber nützt ja nichts.

Weil ich so frustriert darüber bin, dass ich gestern die Gegend gar nicht genießen konnte, wegen der blöden Stöcke, nutze ich den freien Vormittag, um die Runde noch einmal abzulaufen. Dieses Mal aber ohne Hetzen und zwischendurch auch mal mit Infoschilder lesen und versteckte Wichtelhütten entdecken. Die Wiesenbader haben sich hier nämlich richtig viel Mühe gegeben und es wäre schade, diese nicht zu würdigen. Ich komme gerade rechtzeitig zum Outdoortraining zurück, damit Diana nicht ohne Partner an den Stationen arbeiten muss.

Zum Mittagessen gibt es nur Graupensuppe. Das hat aber den Vorteil, dass mir nichts auf den Magen schlägt wenn ich direkt danach meine bestellte “Genussmassage Rücken” bekomme. Erholsam, aber unser Masseur in der Stadtverwaltung macht es trotzdem besser. 13.30 Uhr will mich der Chefarzt nochmal sehen, zur Abschlussuntersuchung. Er lobt mich für mein Stoffwechselalter, das bei 29 liegt, und schlussfolgert, dass ich einen geringen Alkoholkonsum habe. Naja, noch hat der Glühweinstand nicht geöffnet… Die Blutwerte sind da, und ein Wert, der mir heute sogar noch richtig nützlich wird, ist im Keller: Vitamin D! Der Rest ist in Ordnung bis sehr gut, aber ich brauche ja eh noch einen guten Grund, heute zwei Mal die Therme zu besuchen: Einmal 14.30 Uhr zur arschkalten Wassergymnastik neben dem offenen Ausgang ins Freie (das war nicht so schön) und ein mal nach dem Abendessen, um im Solarium zu braten. Wobei, das ist so entspannend, das hätte ich auch grundlos getan.

Die Patientenverwaltung ist auch fertig mit mir – ich bin abgerechnet, habe meine Reisekosten zurückerhalten (insgesamt habe ich nur eine Massage und ein Souvenir bezahlt, der Rest in Höhe von mindestens 500 Euro ging auf den Nacken der Rentenversicherung) und die App läuft auch reibungslos. Bleibt nur noch Koffer packen, damit es morgen nicht zu stressig wird.

5. Therapietag und Abreisetag

Heute gibt es erst Frühstück und dann Sport – beziehungsweise wieder Qi Gong. Im Anschluss versuche ich mich direkt, bei dem AOK-Kurs für Qi Gong in Burgstädt anzumelden, aber mir wird mitgeteilt, er läuft dieses Jahr aus. Schade. Zum Glück geht es auch per App. Zwischen dem letzten Seminar („Meine Gesundheit“) und dem letzen Sport, einer wohltuenden Einheit Rückenfit, ist eine Stunde Pause. In dieser laufe ich noch einmal das Gelände und den Wald ab, um mich zu verabschieden. Zum Abschluss gibt es Tafelspitz und dann fährt mich pünktlich 13.23 die Erzgebirgsbahn vom malerisch schönen Erzgebirge mit leichtem Pulverschnee von letzter Nacht ins….naja…nach Chemnitz halt. Zur Abwechslung ist der RE pünktlich, und Mutti wartet am Bahnsteig zur Abholung (und zum Kaffee trinken).

Ende.

Fazit: Ein Aufenthalt mit Entspannungspotenzial und vielen Aha-Momenten. Was ich mitnehme: Weihnachtsstimmung und Qi Gong! Das Hallenbaden werde ich nicht in leidenschaftlicher Erinnerung behalten, aber das “nächtliche” Sprudelliegen wird mir schon fehlen. Auf jeden Fall starte ich hochmotiviert in die Eigentrainingsphase und bin gespannt, ob sich meine Werte bis zum Sommer weiter verbessern lassen.